nope, is nicht (ok, also die installations-cd bootet einen, aber den
wirst du wohl nicht verwenden können). du hast eben die auswahl aus
mehreren sourcen (kerneln) und kannst den nehmen, der dir am besten
gefällt (also die sourcen, keine fertigen kernel). diesen kannst du
nach belieben modifizieren und musst den dann backen und einbinden.
auf der homepage, unter docs, gibts auch noch das handbuch für eine
installation (da gibts jetzt auch nen grafischen installer, glaube
ich, hab ich aber noch nicht verwendet). wenn du genau danach
vorgehst, ist die installation eigentlich ein kinderspiel. die
installation ist eigentlich das langwierige (wenn du alles nochmal
neu bauen lässt, was aber bei stage-3 auf deine arch abgestimmt nicht
wirklich notwendig ist), aber wenns dann erstmal läuft, hast du ein
schönes minimalisiertes system, was du nach belieben erweitern
kannst.
der eigentlich vorteil von gentoo allerdings, liegt in den useflags -
flavors bei bsd – mit denen du dann bestimmen kannst, was deine
software kann und dementsprechend werden dann auch die abhänigkeiten
aufgelöst; das entfällt allerdings bei den paketen. nachdem du dir
dann _dein_ system nach _deinen_ wünschen (hier kommen die useflags
wieder zum tragen) zusammengestellt hast, hast du eigentlich auch nur
wirklich das drauf, was _du_ brauchst, weil _du_ die konfiguration
deiner pakete steuern kannst. das ist das schöne bei gentoo, wenn dir
ein feature in der software fehlt, einfach das useflag aktivieren und
neu bauen, portage löst die abhänigkeiten und du musst dir nicht erst
die sourcen ziehen, abhängigkeiten beachten, pakete alle selber bauen
etc. software-erweiterung ist meist mit nur einer zeile getan (bspw.
neues php-feature, useflag rein und los
). also gentoo ist eher was
für die leute, die viel selber bestimmen wollen und eigentlich
minimalen aufwand haben möchten. wenn du genaueres wissen möchtest,
dann schau dich am besten bei denen auf der docs-seite um, da ist so
ziemlich alles festgehalten, was gentoo von anderen distris
unterscheidet und dadurch so flexibel macht (wenn man portage mit
useflags nutzt, und nicht nur fertige pakete aus der tüte nimmt
).
